Freitag, 29. Mai 2009

Über Logfileeinträge

Hat Java die Stacktraces erfunden? Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall haben sich mit Java Stacktraces als extrem hilfreich bei der Lokalisierung von Anwendungsfehlern in Entwicklung und Betrieb (aller Art von Anwendungen) etabliert. Leider hat sich damit auch eine lästige Unsitte etabliert: Applikationen schreiben im Fehlerfalle keine Fehlermeldungen mehr, sie schreiben Stacktraces. Immer. Damit werden Administratoren mit Fehlermeldungen wie "NullPointerException" oder "RecordNotFoundException" in ihren Logfiles konfrontiert, gefolgt von fünfzig Zeilen Mumbo-Jumbo, wenn ein Anwender in einem Blog warum auch immer manuell eine falsche Blog-ID eingegeben hat. Zugegeben, ein erfundenes Beispiel.

Hier also meine persönliche Minimal-Anforderungen an Logfiles:
  • So wenig wie möglich loggen, nichts loggen, wenn es nichts zu loggen gibt. Nicht gefundene Seiten in einem CMS gehören ins Monitoring, nicht ins Applikationslog.
  • Logeinträge auf den "Konsumenten" zuschneiden; sie müssen den Konsumenten zur Handlung befähigen. Der Konsument ist i.d.R. ein Administrator, kein Entwickler.
Zum Schluß: Monitoring ist nicht identisch mit Logging, selbst wenn es Logs verwendet.

Montag, 25. Mai 2009

Mein Aktiver Lebensstil

Ich erinnere mich noch an die Coke-Werbung vor einem Jahr: Coke Zero, das ist der volle Geschmack mit Zero Zucker, so, wie das Leben sein soll. Na schön, der Süßstoff da drin ist auch nicht jedermanns Sache.

Wie verblüfft war ich da dieses Wochenende, als ich auf der Rückseite einer Flasche Coka Cola las: "Enthält Zucker, der Dir Energie für Deinen aktiven Lebensstil gibt." Und das knapp unterhalb eines Symbols, welches andeuted, ein Glas Coke (250 ml) versorge mich mit 8% des durchschnittlichen Tagesbedarfs an Kalorien. Hurra, denke ich mir, 8%, das ist ja nicht besonders viel, dann zisch ich doch die ganze Flasche wech!

Auf der anderen Seite spricht das Etikett eine andere Sprache: 250ml Coke enthalten 27g Zucker, was immerhin 29% des Tagesbedarfs deckt. Eine 1l-Flasche ist also schon locker bei 116% des empfohlenen Tagesbedarfs an Zucker. Anders herum: Wenn ich außer der Cola keinen Zucker zu mir nehme, muß ich nach dreieinhalb Gläsern Schluß machen. Da es praktisch unmöglich ist, irgend ein "processed food" ohne Zucker zu finden, sind drei Gläser genug. Wenn Coke also für aktiven Lebensstil gedacht ist, sollte sie nur noch gegen Vorlage eines gültigen Mitgliedsausweises eines Sportvereins ausgegeben werden. Tischfußball und Murmeln gilt nicht.

Moral von der Geschichte? Angriff ist die beste Verteidigung. Morgen früh bin ich dann mal wieder im Fitnesstudio, die Cola abarbeiten.

Freitag, 8. Mai 2009

RailsConf 09...

Nur ein Post-It: DHH sprach auf der RailsConf 09. Ein interessanter Vortrag, was Geschichte und Zukunft von Ruby on Rails angeht.

Ach ja, nur eine Bemerkung: Warum heißt DHH nur noch DHH? Warum nicht David? Oder David Heinemeier Hanson? Ist das so wie bei den Straßen in England, die eine kürzere Nummer haben, je wichtiger sie sind? Oder bei den Huffman-Codes? Ich finde das diskriminierend: Mit ketchup bin ich offenbar vier Größenordnungen unwichtiger. Aber hey, wenigstens habe ich einen ganzen Namen! :)