Freitag, 7. Oktober 2011

Raubkopien

Und wieder einmal zeigt sich, daß die größte Gefahr für ein IT-System nicht von außen, sondern von innen kommt: heise.de: Größter Fall von Softwarepiraterie weltweit.

Spaß beiseite: In großen Unternehmen ist das Problem "Unterlizensierung" wahrscheinlich viel schwerer in den Griff zu bekommen. Undurchsichtige Lizenzvarianten, Interoperabilitätsprobleme, Mondpreise und die weitverbreiteten lokalen Adminrechte machen es selbst engagierten IT-Abteilungen schwer, ihr Netz "sauber" zu halten. Aber von den vier Problemen liegen eigentlich 3,5 im Verantwortungsbereich der Softwarehersteller und sind entweder gewollt oder lassen sich nicht mehr einfach abschaffen.

Die Situation ist offenbar unbefriedigend: Der Einsatz von Raubkopien ist ein Risiko (bezeichnenderweise sind die gefundenen Produkte von Adobe und Autodesk, Quasi-Monopolisten in ihren Segmenten und nicht gerade Preisbrecher). Ich vermute ja, daß früher oder später SaaS zu bezahlbaren Preisen sich den Markt mit massenhafter Niedrigpreissoftware teilt, Hochpreissoftware wird's nur noch in Segmenten geben, die für Raubkopierer zu klein sind.

P.S.: Preis sagt nichts über Qualität, und Qualität nichts über Akzeptanz.

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